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Wirtschaftlich erfolgreiche Länder vom alten Ägypten bis
heute!
Geschichtsbücher informieren uns darüber, dass zum
Beispiel die Ägypter wirtschaftlich und technisch auf einem so hohen Niveau
standen, das sie fähig machte, Pyramiden, Staudämme und Wassergräben zu
bauen. Der gesellschaftliche Aufbau und der starke Staatsapparat ermöglichte
das Anlegen von Lagerräumen für Lebensmittel. Wir erfahren weiterhin über das
prunkvolle Leben des Pharaos, über prachtvolle Kleidung, ärztliche Leistungen
usw. Was für ein wunderbares Leben muss dieser Halbgott gehabt haben, wenn er
nicht gerade von seinen politischen Gegnern vergiftet oder anderweitig ins
Jenseits befördert wurde.
Tausende starben, um sein Grab zu bauen und einige von
ihnen ließen sich auch noch freiwillig mit diesem Toten einmauern. Das Leben
des kleinen Untertanen war keinen Groschen wert. Leute, wie der
Schriftsteller und die Leser dieses Artikels, wären diesem Halbgott und
seiner Religion ohne Wimpernzucken geopfert worden. Und das ist die Frage
dieser kleinen Schrift: Wieviel profitierten „Du und Ich“ von all dem? Wäre
es zum Beispiel vielleicht bei den lybischen Nomaden zu leben, die zwar nicht
so gut organisiert waren, aber bei denen man nicht für einen anderen geopfert
wurde, oder bei den Phöniziern, die schon über genügend Individualismus
verfügten, der es möglich machte, dass sich eine Kolonie, wie zum Beispiel
Karthago, selbständig macht, also einen unabhängigen Staat bildete.
Oder Griechenland, zersplittert in viele kleine
Stadtstaaten, das den Angriff eines mächtigen, erfolgreichen Perserreiches
zurückschlagen konnte. Wo ging es den Leuten wohl besser? Der persische König
war so reich, dass er ganz Griechenland hätte kaufen können, hätte er es
nicht erobern wollen.
Was trieb wohl die Griechen dazu, ihren Individualismus
zu verteidigen? Hätten sie sich in das Perserreich eingliedern lassen, hätten
sie dort bestimmt eine herausragende Rolle spielen können. Wahrscheinlich
ahnten sie, dass dieser starke Staat sie mit der Zeit erdrückt hätte, um sie
zu Sklaven zu degradieren. In so einem pompösen Staat, müssen viele opfern,
damit einige wenige gut leben können.
Die Holländer, die sich gegen die in Europa so
erfolgreichen Habsburger aufbäumten. Auch nachdem das Habsburg Reich von Karl
V /Karl I von Spanien sich in österreichische und spanische Habsburger teilen
musste, blieb seine Hegemonie in Europa unangefochten. Der berühmte Ausspruch
des Königs „In meinem Land geht die Sonne nicht unter“ spiegelt diese Situation wieder. Aber wie sah die
Wirklichkeit für die kleinen Leute aus? Riesige Galeeren, besetzt mit
Sträflingen durchschifften die Weltmeere, 100 000 von als unnötig und störend
betrachtete Volksgruppen, wie Zigeuner wurden nach Südamerika verfrachtet,
die Morisken nach Nordafrika vertrieben, die Juden mussten Spanien verlassen,
in ganz Europa herrschte die Inquisition, die gegen den aufkommenden
Protestantismus auftreten sollte, wobei Hunderttausende Unschuldige als
Ketzer oder Hexe zuerst gequält und dann verbrannt wurden. Als kleiner Mann
oder Frau hätte man wahrscheinlich lieber im lombardischen Italien, in
Siebenbürgen oder im späteren sich befreienden Holland gelebt.
Frankreich hatte sich nach dem 30-jährigen Krieg auf dem
europäischen Festland unter Ludwig XIV zur neuen Großmacht erhoben. Die Macht
des Königs wirkte sich nicht nur auf das Leben der Bürger aus, eine Akademie
der Künste wurde geschaffen, die genau vorschrieb, wie ein gutes Bild oder
eine gute Statue auszusehen hatte. Die Werke aus Holland von Rembrandt,
Vermeer und ihren Kollegen sind heute nicht umsonst geschätzter.
Mit dem Ende des Absolutismus begann sich das Blatt
langsam zu wenden. Wie auch schon Adam Smith 1756 in seinem Werk „The wealth
of nations“ bemerkt hatte, ist das Land am erfolgreichsten, in dem die
Beteiligung der unteren Schichten auch an der Konsumation am höchsten ist.
Und dies ist ganz offensichtlich in Demokratien gegeben, wenn vor allem
zivile Organisationen die oberen Schichten kontrollieren können, und die
verschiedenen, oberen Interessengruppen um die Gunst der kleinen Wähler
werben müssen.
Die unteren dürfen dabei aber nie vergessen, wie es dazu
gekommen ist, müssen ständig auf der Hut sein, um die Errungenschaften zu
verteidigen. Während zuerst vor allem unnötige, restriktive Gesetze gelockert
wurden, um einen steigenden Wohlstand zu garantieren, versucht der Staat
heute wieder, mit Hilfe der Technik den kleinen Einzelnen zu kontrollieren.
Dabei helfen ihm Hysterie und die Angst vor Gewalt und Terrorismus oder vor
Krankheiten.
Aber im Allgemeinen können wir feststellen, dass wir auf
dem richtigen Weg sind, weil demokratische Länder weltweit die wirtschaftlich
erfolgreichsten sind. Nur dort, wo lokale „möchte gern Könige“ (zum Beispiel
Orbán Viktor in Ungarn) den Staat in der Hand haben, geht es den Kleinen
meistens schlechter.
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Sonntag, 9. August 2015
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